Kurzmeldung

Um die Welt im Elektroauto

Wie kommt man in der Wüste Gobi an eine Steckdose? Der Spanier Rafael de Mestre hat es ausprobiert und mit seinem Elektroauto Tesla Roadster als erster Mensch den Globus umrundet.

Elektroautos sind unpraktisch und für längere Reisen nicht geeignet? Dass das nicht stimmt, hat der in Deutschland lebende Spanier Rafael de Mestre eindrucksvoll bewiesen. Mit seinem Tesla Roadster, der bis zu 200 Stundenkilometer fährt und es auf eine Reichweite von rund 400 Kilometern bringt, hat der 49-Jährige in 120 Tagen die Welt umrundet.

Um die Welt im Elektroauto

Mit diesem Tesla Roadster hat Rafael de Mestre die Welt umrundet – in 120 Tagen. Bild: Rafael de Mestre/www.1e-race.com

Sein ehrgeiziges Ziel von 80 Tagen Reisezeit hat de Mestre zwar verfehlt, dennoch darf er sich als Sieger fühlen: Er war schneller als zwei Franzosen, die zeitgleich mit ihrem E-Flitzer rund um den Globus fuhren.

Ein Weg voller Hindernisse

Für seine außergewöhnliche Reise nahm der Abenteurer einiges in Kauf: Die langjährige Beziehung zu seiner Freundin ging wegen seines Trips in die Brüche, ein schwerer Unfall mit dem Tesla hätte ihn kurz vor dem Ziel fast scheitern lassen, und ganz billig war die Tour auch nicht: Mehr als 80.000 Euro hat ihn die Weltreise gekostet. Dabei schlug der Strom, den er an den Steckdosen dieser Erde “tankte”, nur mit 300 Euro zu Buche.

Im Mai dieses Jahres begann der E-Mobilist seine Fahrt in Barcelona, fuhr dann weiter über Frankreich nach Köln und Frankfurt. Von dort überquerte er per Flugzeug samt Auto den Atlantik, setzte seine Reise durch die USA fort, flog nach China und fuhr über Kasachstan und Russland zurück nach Barcelona. Und de Mestre hat noch nicht genug: Im Jahr 2014 will er seinen E-Car-Marathon wiederholen.

Mehr Informationen zur außergewöhnlichen Reise von Rafael de Mestre finden Sie hier.

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