Fledermaus_bearbeitet

voRWEg gehen beim Artenschutz

Otter, Frösche, Fledermäuse und jede Menge Menschen – wir alle teilen uns einen Lebensraum. Allerdings zerschneiden Straßen und Siedlungen die Heimat vieler Tiere. Für RWE ist der Erhalt des Lebensraumes der Tiere daher ein wichtiges Anliegen, das wir in vielen Projekten fördern.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt gilt neben dem Klimaschutz als eine der größten ökologischen Herausforderungen auf unserem Planeten.

Auch RWE greift als Energieversorger in die Natur ein – hat dabei aber den Anspruch, den Lebensraum der heimischen Tier- und Pflanzenarten so weit wie möglich zu erhalten und zu fördern. Wir stellen Ihnen drei aktuelle der vielen Konzern-Projekte zum Schutz der biologischen Vielfalt vor:

Fledermäuse nutzen grünen Umweg

Ein Beispiel ist das Artenschutzkonzept für den Tagebau Hambach in NRW, das verdrängten Waldtieren Zugang zu Lebensräumen außerhalb des Abbaufeldes verschafft.

Dazu gibt es an einer neuen Autobahn (für Einheimische: es ist die A4) auf Höhe des Naturschutzgebietes Steinheide zwölf Querungshilfen für Fledermäuse. Sie können die Autobahn beispielsweise über eine Grünbrücke überqueren und sind durch hohe Baumreihen dicht an der Fahrbahn geschützt. Das Projekt erhielt nun kürzlich Lob von höchster Stelle:

Ein qualitativ hochwertiger Gesamtlebensraum für Fledermäuse

„Die Zerschneidungswirkung der verlegten A4 ist für Fledermäuse durch die Maßnahmen minimiert und es ist eine regelmäßige gefahrlose Überquerung für alle Fledermausarten möglich“, schreibt das bei Gießen ansässige Institut für Tierökologie und Naturbildung (ITN) in seinem neuen Bericht. „Unter Berücksichtigung des gesamten Konzeptes an Schutzmaßnahmen im Umfeld des Tagebaus entwickelt sich das Gebiet zunehmend zu einem stimmigen Gesamtlebensraum für Fledermäuse, der gut miteinander und mit anderen Waldgebieten vernetzt ist.“

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Die sogenannte Grünbrücke über der A 4 kurz vor ihrer Fertigstellung. Inzwischen wachsen dort Sträucher und Bäume.

Grünzonen und Blühstreifen für Vögel und Insekten

Auch an anderen Stellen in NRW arbeiten RWE an Artenschutzkonzepten: In Inden und Garzweiler stehen die in der offenen Landschaft lebenden Tierarten wie Vögel und Insekten im Vordergrund.

Rekultivierung

RWE Power hat im vergangenen Jahr fast 200 Hektar ehemaliger Betriebsflächen rekultiviert. Davon entfielen 163 Hektar auf neue Äcker und Felder und 21 auf Wald. Damit ist die bisher rekultivierte Fläche insgesamt auf fast 23.000 Hektar (= 230 km²) gewachsen.

Das Projekt ist ein voller Erfolg: „Artenzählungen zeigen, dass die rekultivierten Feldfluren mit ihren Grünzonen und Blühstreifen mehr Vogel- und Insektenarten beherbergen als die vom Tagebau unberührte Kulturlandschaft“, berichtet Gregor Eßer, der neue Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung im nahegelegenen Elsdorf.

Schmetterlingsgarten, Reptilienrefugium, Insektenhotel – RWE verleiht Klimaschutzpreis

Mit dem indeland-Klimaschutzpreis zeichnet RWE  das Engagement von Bürgern aus, die sich individuell oder gemeinsam mit anderen für ihre Umwelt und den Schutz der Natur in zahlreichen lokalen Projekten einsetzen.

Foto Verleigung RWE indeland-Klimaschutzpreis 2015_2

Die stolzen Teilnehmer halten den Klimaschutzpreis in ihren Händen.

Jetzt im März wurden die Schüler der städtischen Waldschule Eschweiler mit dem Preisgeld von 5.000 Euro für ihre zahlreichen Naturschutz-Aktionen belohnt. „Wir haben zum Beispiel eine Trockenmauer als Reptilienrefugium gebaut. Dort und an den Bäumen auf dem Schulgelände hängen nun auch Informationstafeln“, erklärte Lehrer Patrick Frenkel, der das Umweltprojekt leitet. „Außerdem haben wir ein Insektenhotel und einen Schmetterlingsgarten angelegt, um den Kindern zeigen, wie einfach es ist, auch zu Hause Natur- und Artenschutz zu betreiben.“ Ziel dabei war, Ressourcen schonend und sinnvoll zu nutzen.

Ein weiteres Projekt: Damit Kinder die nachtaktiven Fledermäuse nicht nur über das Lehrbuch kennenlernen, richteten die Schüler Nist- und Schlafplätze für Fledermäuse ein und statteten sie mit einer Kamera aus. Auch der neue Schulteich erfüllt seinen Zweck. „Dort können die Lehrer Unterrichtsreihen rund um das Thema Wasser jetzt noch lebendiger gestalten“, freut sich Joachim Herzog, Leiter der Waldschule.

Interessieren auch Sie sich für Artenschutz? Hier erfahren Sie mehr!

Bild: Institut für Tierökologie und Naturbildung

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