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Es werde LED

2015 ist das „Internationale Jahr des Lichts“. Die UN-Initiative soll den weltweiten Energieverbrauch senken und das Umweltbewusstsein steigern. Zu diesen gehören auch die LED-Leuchten.

Sie sind sie wahre Energiesparmeister und haben viele andere Vorteile. Besonders bei der Straßenbeleuchtung in Kommunen kann das viel bewirken. „Im Vergleich zu anderen Lampenarten ist mit LEDs eine Energieeinsparung bis 80 Prozent möglich“, erklärt Helmut Grawe, LED-Experte von RWE. „Diese Sparsamkeit kommt durch das günstige Verhältnis der aufgenommenen Leistung zum abgegebenen Lichtstrom zustande.“ Das hilft den Kommunen, Energie zu sparen und die Umwelt zu schützen.

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Lebensdauer, warmes Licht und Dimmbarkeit

Aber das ist nicht alles – LEDs können noch viel mehr. Im Vergleich zu anderen Lichtquellen haben sie eine lange Lebensdauer und deswegen einen geringeren Wartungsaufwand. „Sie halten mindestens 50.000 Brennstunden. Natriumdampflampen, die man üblicherweise zur Straßenbeleuchtung nutzt, dagegen nur 16.000“, weiß Grawe.

LED-Straßenlaternen sind zudem flexibler als ihre Vorgänger. „Mithilfe einer dynamischen Anpassung können die Beleuchtungsanforderungen perfekt erfüllt werden“, erklärt der LED-Experte. Die mögliche Dimmbarkeit und die exakte Lichtlenkung führen außerdem zur Reduzierung der Lichtverschmutzung in den Städten.

Viele sind bei dem Gedanken an LED-Straßenbeleuchtung jedoch skeptisch. Sie denken an das schreckliche Neonlicht, das man mit den Lampen verbindet. Aber diese Einschätzung ist längst überholt, weiß Grawe: „Am Anfang war das wirklich so. Heute kann man zwischen den Lichtfarben warm-, neutral- oder kaltweiß wählen.“

LED – Wie funktioniert das?

LED ist die Abkürzung für Licht-emittierende Diode und bezeichnet ein Leuchtelement. Eine Diode ist ein elektrisches Bauelement. Leuchtdioden bestehen aus zwei Schichten. Beide enthalten unterschiedliche Arten von Ladungsträgern. Dieser Unterschied ist die Voraussetzung dafür, dass Strom zwischen beiden Schichten fließen kann. Passiert dies, setzen Elektronen ihre enthaltene Energie in Form von Lichtblitzen frei. Die Wellenlänge dieses Lichtes (und damit seine Farbe) lässt sich durch den Aufbau der Diode definieren.

Umrüstung in den Kommunen

LED-Leuchten scheinen also sehr gut geeignet als Straßenbeleuchtung. Doch wie aufwendig ist es für Kommunen, umzurüsten? „Man sollte nichts überstürzen“, rät Grawe. „Für die Vorbereitung und Planung der Sanierung sollte man sich genügend Zeit nehmen. Das Ziel sollte dabei immer sein, Energie- und Wartungskosten zu reduzieren.“ Wenn diese Punkte gewährleistet sind, lohnt sich die Investition einer Umrüstung. „Grundsätzlich gilt natürlich, dass Neubaumaßnahmen immer mit LEDs geplant werden sollten“, sagt Grawe.

Grugapark Essen leuchtet mit LEDs

Es gibt bereits schöne Beispiele für gelungene Stadt-Projekte mit LED: Im Grugapark Essen ersetzen rund 300 moderne LED-Leuchten seit Mitte August die veralteten Parkleuchten aus den 1980er-Jahren. RWE hat das Projekt als Förderer des Parks finanziert und die Leuchten installiert.

online_140212_LED_Gruga-Park_AHC7366Die Parkleitung erwartet dabei eine jährliche Strom-Ersparnis von bis zu 15.000 Euro. Auch die CO₂-Emissionen sinken um rund 80 Prozent.

In den Mustergärten des Parks hat RWE mit der Lichtgalerie zusätzlich eine permanente LED-Musterausstellung eingerichtet. Immer auf dem neuesten Stand gehalten, informiert sie über die Vorzüge der LED-Technik und zeigt die aktuellsten Designs.

Bild: RWE

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  • Axel Kleinfeld
    Axel Kleinfeld:

    Als Physiklehrer versuche ich seit mehr als 10 Jahren meine Schülerinnen und Schüler von der Bedeutung der LEDs für die Zukunft unserer Art der Beleuchtung zu überzeugen.
    Nun ist Ihre Beschreibung des pn-Übergangs mit Hilfe nur weniger Sätze sehr ambitioniert.
    Ihr Text ist leider nicht ganz gelungen und verwirrt meine Eleven. Es ist nicht der Überschuss an Elektronen, der die Bezeichnung “n” bedingt, sondern lediglich die Art der Ladungsträger.
    Sowohl die n-Schicht als auch die p-Schicht sind für sich gänzlich neutral. Sie sollten daher den Begriff Überschuss geeignet austauschen.

    11. November 2015 | 17:55
    • Die Redaktion für voRWEg gehen
      Die Redaktion für voRWEg gehen:

      Hallo Axel Kleinfeld, danke für den Hinweis! Toll, so aufmerksame Leser zu haben. Wir haben die Formulierung gleich angepasst. Weiterhin einen erfolgreichen Energie-Unterricht und gerne wieder melden, wenn Sie Anmerkungen zu unserer Seite haben. Wir gehen zwar nicht mehr zur Schule, aber dazu lernen kann man ja bekanntlich immer ;-) Schönen Abend vom RWE Team

      11. November 2015 | 19:10
  • Fabian Ehinger
    Fabian Ehinger:

    Natriumdampflampen halten heute mindestens 24 000 – 30 000 Stunden, bessere Lampen, wie z. B. Philips Son T Xtra halten 45 000 (50% Ausfallrate) . Die Twins Arc Lampen von Aura sogar 70 000 (50% Ausfallrate) .

    http://m.ecat.lighting.philips.de/m/professionelle-lampen/entladungslampen/hochdrucknatriumdampflampen-son/master-son-t-apia-plus-xtra/58425/cat/?t1=ProductList?t1=ProductList

    http://www.auralight.de/product/aura-sodinette-long-life/

    17. November 2015 | 00:06
  • Gerald Kaufmann
    Gerald Kaufmann:

    Hallo,

    sie sprechen das Thema Lichtverschmutzung an, und zeigen just ein Laternen-Modell, dem ich das nicht so zutraue, Leuchtquelle untern Reflektor oben. Es müsste schon sehr genau eingestellt sein, damit kein Licht am oberen Schirm vorbei geht.

    24. November 2015 | 19:43
    • Die Redaktion für voRWEg gehen
      Die Redaktion für voRWEg gehen:

      Hallo Gerald Kaufmann, danke für das genaue Hingucken! Bei der Leuchte in der Abbildung handelt es sich um eine Schreder-Leuchte, Modell Calla. Diese Leuchte wird eingesetzt in Beleuchtungssituationen, die auch gestalterische Anforderungen verlangen. Das bedeutet, dass hier ein, mit der entsprechenden gesetzlichen Richtlinie für Lichtemissionen einhergehend, ein gewisses Maß an Streulicht gewünscht und erlaubt ist, um eine Beleuchtungsatmosphäre z.B. in einem Park oder auf einem Marktplatz in Fußgängerzonen zu erlangen. Es gibt diese Leuchte mit einer rotations-symmetrischen und einer asymmetrischen Lichtlenkung. Diese sind so eingestellt, um das Licht in die gewünschten Bereichen zu lenken. Richtig eingestellt, tritt kein Licht nach oben heraus. Wir hoffen, die Erklärung hilft Ihnen! VG vom RWE Team

      26. November 2015 | 10:05
  • Roland
    Roland:

    Das Thema Lichtfarbe für eine Umweltverträgliche Nutzung zum schutz von Insekten wäre sehr wichtig denn die hellen Weßen Leuchten ziehen insekten magisch an und diese Verenden daran oft und stehen den natürlichen Fressfeinden nicht mehr zur verfügung und dies in einem erheblichen Ausmaß. Meine bitte ist ganz einfach sich mehr über die Lichtumwelt zu Sorgen meines wissens gibt es da Wissenschaftliche Studien. Auch sollte man nicht alles beleuchten was zu beleuchten ist sondern viel gezielter nur bei Tatsächlichen bedarf also z.b. die Straßenlampe geht schaltet sich nur dann ein wenn Tatsächlich jemand vorbeiläuft und dies möglicherweist auch noch selbst per APP mitbestimmen kann usw.

    1. Dezember 2015 | 14:28
  • Carl von Canstein
    Carl von Canstein:

    Hallo RWE und anbei eine Inspiration:

    Ledbeleuchtung auf Strassen können gewiss sehr viel Strom sparen. Das macht Led`s, eben wegen ihres geringen Verbrauchs auch zu Hoffnungsträgern für eine für Strassenbeleuchtung dezentrale Stromversorgung. Zumindest träfe das auf eine Vielzahl von Aufstellungsstandorten zu. Kombiniert mit Solarzellen und Windenergie zugleich können zumindest auf Masten montierte Strassenlampen autonom ohne Netzanschluss funktionieren. Ein im Mast integriertes Speichermedium (Akku) wäre hierfür allerdings unumgänglich. Es sind insbesondere für die Nutzung der Windenergie genügend Rotortechniken mit vertikaler Drehachse verfügbar, die weil sie nicht der Windrichtung nachgeführt werden müssen geeignet erscheinen.

    Vertikalläufer in kleinen Abmessungen gebaut sind stabiler bei Lastwechseln als bei größeren Baudimensionen und der technische Aufwand ist geringer als bei normalen Windrädern mit horizontal laufender Drehachse, bei der der Rotor dem Wind nachgeführt werden muss.

    In eine engere Wahl käme hier z.B. der Savonius-Rotor wegen seines guten Anlaufverhaltens schon bei Schwachwind, aus gleichem Grund auch der C-Rotor. Lenz-Rotoren wären dann erst bei besseren Windverhältnissen gut geeignet und zeichnen sich durch ihren besonders geringen Bauaufwand bei gleichzeitig guter Stabilität aus.

    1. Dezember 2015 | 16:31
    • Die Redaktion für voRWEg gehen
      Die Redaktion für voRWEg gehen:

      Hallo Carl von Canstein, danke für die interessante Gedanken! Reichen wir zur Information gleich mal hier an die Kollegen von der Forschung weiter. Viele Grüße vom RWE Team

      1. Dezember 2015 | 16:49
  • Herbert Hayo
    Herbert Hayo:

    Hallo,
    Neue LED-Leuchten bei uns in der Gemeinde in allen Straßen wurden montiert.. Angeblich Ersparnis bei Stromkosten im Jahr. Was kostet die Umrüstung, verbleibt da noch eine Ersparnis , ich glaube nicht.
    Bis die Ersparnis ankommt sind die Leuchten veraltet und müssen wieder erneuert werden.

    3. Januar 2016 | 11:58
    • Die Redaktion für voRWEg gehen
      Die Redaktion für voRWEg gehen:

      Lieber Herbert Hayo, was die Umrüstung im konkreten Fall Ihrer Gemeinde gekostet hat, wissen wir nicht. Aber dass sie Geld spart, davon sind wir überzeugt – allein wegen der 3x so langen Lebensdauer der LED-Leuchten. Viele Grüße & schönen Sonntag wünscht das RWE Team

      3. Januar 2016 | 16:34

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