Desertec in Zahlen

Fakten, Fakten, Fakten: Mit den „Zahlen des Monats" beleuchten wir ein aktuelles Thema anhand interessanter, nützlicher und verblüffender Zahlen. Diesmal: Desertec, Strom aus der Wüste.

Das Desertec-Projekt soll die Energieproduktion Europas revolutionieren. Photovoltaik-, Solarthermie- und Windkraftanlagen in den Wüsten Afrikas sollen zukünftig genügend Strom produzieren, um den europäischen Strombedarf mit zu decken. Wann das Ganze Wirklichkeit werden soll und wie viele Kilometer der Strom auf seinem Weg von Afrika nach Europa zurücklegt, erfahren Sie beim Klick auf die Zahlen. Weitere Informationen zu Desertec finden Sie auch im Online-Special von RWE.

  • 6
    6 Stunden

    In sechs Stunden wird nach Ansicht von Dr. Gerhard Knies, Gründungsstifter der Desertec Foundation und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, in den Wüsten der Erde mehr Sonnenenergie empfangen, als die Menschheit in einem Jahr an Strom benötigt.

  • 4-5
    4-5 Prozent

    ... Verlust nur pro 1000 Kilometer garantieren moderne Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen, sogenannte HGÜs, bei der Übertragung des in der Wüste gewonnenen Stroms. Die zu überbrückende Distanz bis nach Europa beträgt ca. 3000 km.

  • 400
    400 Milliarden

    ... Euro soll das Desertec-Projekt insgesamt kosten. Das umfasst die Investitionen für die solarthermischen Kraftwerke und die notwendigen Leitungen. Für das Referenzprojekt in Marokko soll die Unterstützung durch Politik und private Investoren gesichert sein.

  • 1984
    1984

    ... gingen solarthermische Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien an den Start. Dabei wurden erstmals Langzeiterfahrungen mit großen Solaranlagen in Wüstenregionen gesammelt, die für das Desertec-Projekt genutzt werden.

  • 2000
    2000 Kilometer

    ... entlang der Westküstenlinie der Sahara könnten Windkraftanlagen gebaut werden. Das Küstenplateau von Marokko bis nach Senegal ist der größte und windigste Standort im Einzugsbereich des europäischen Elektrizitätsnetzes – und außerdem der am dünnsten besiedelte.

  • 2,2
    2,2 Mal

    ... höher als in Deutschland ist die Sonneneinstrahlung in der Sahara. Auf einem Quadratmeter werden bei uns pro Jahr etwa 1000 Kilowattstunden Sonnenenergie eingestrahlt, in Nordafrika etwa 2200 Kilowattstunden pro Quadratmeter.

  • 20.000
    20.000 Terawattstunden

    ... sind nötig, um den jährlichen Strombedarf weltweit zu decken. In den Wüsten- und Halbwüstenregionen der Welt lassen sich laut Experten sogar 3.000.000 Terawattstunden Strom pro Jahr gewinnen.

  • 607
    607 Terawattstunden

    ... Strom verbrauchten die Deutschen 2011. Die könnten in der MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) auf einer Fläche von 3025 Quadratkilometern erzeugt werden – eine Fläche so groß wie das Saarland.

  • 15
    15 Prozent

    ... könnte allein der Anteil solarthermisch erzeugter Energie in der EU bis 2050 betragen. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 stammte der in der EU verbrauchte Strom lediglich zu 0,4 Prozent aus Solarenergie.

  • 2012
    2012

    Bis Ende 2012 will die hinter dem Desertec-Projekt stehende Industrieinitiative Dii GmbH die Planungsphase abgeschließen. Dann soll der Bau des ersten Desertec-Solarkraftwerks in Marokko beginnen. Der erste Strom soll je nach Technik 2014 oder spätestens 2016 fließen.

  • 20
    20 Quadratmeter

    ... groß müsste die Spiegelfläche eines solarthermischen Kraftwerks in der MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) sein, um den Strombedarf eines Menschen Tag und Nacht zu decken – selbst wenn er ein Elektroauto fahren würde.

  • 90.000
    90.000 Quadratkilometer

    ... würden theoretisch in der MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) ausreichen, um den jährlichen weltweiten Strombedarf von 20.000 Terawattstunden zu decken.

  • 55
    55 Unternehmen

    ... sind Mitglied der Desertec Industrial Initiative (Dii), die 2009 unter anderem von der Stiftung Desertec Foundation und RWE gegründet wurde.

  • 0,02
    0,02 Prozent

    ... der Fläche von Nordafrika und dem Mittleren Osten (MENA) werden für die Exportkraftwerke des Desertec-Projekts benötigt. Das sind rund 2500 Quadratkilometer.

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