Was ist das Besondere an den Stromautobahnen, die errichtet werden sollen?
Bei der HGÜ-Technik geht auf sehr langen Distanzen deutlich weniger Strom verloren als bei der Wechselstromübertragung, weil Gleichstrom nicht osziliert, also „schaukelt“. In HGÜ-Leitungen fließt der Strom kontrolliert, Schwankungen können gut ausgeglichen werden.
Welche Projekte sind geplant?
Es sollen drei HGÜ-Trassen entstehen, deren Strecken zusammen eine Art „H“ ergeben: vom nördlichen Ruhrgebiet in die Stuttgarter Gegend, aus dem Hamburger in den Münchener Raum und von der Frankfurter in die Magdeburger Region. Für diese Leitungen werden weitestgehend die Trassen vorhandener Leitungen genutzt. Sie unterscheiden sich für den Laien kaum von den existierenden Stromautobahnen.
Was wird das alles kosten?
Ein Kilometer Freileitungen kostet um die 1,2 Millionen Euro. Eine unterirdische Verkabelung schlägt mit dem 7- bis 8-fachen zu Buche und dürfte daher kaum infrage kommen. Da die HGÜ-Leitungen Gleichstrom transportieren, benötigt man an den Anfangs- und Endpunkten dieser Leitungen Umspannanlagen, die den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Diese kosten jeweils 200 bis 300 Millionen Euro.
Wie viele Kilometer sind denn vorgesehen?
Bis zum Jahr 2020 werden mehrere Tausend Kilometer Netz erneuert oder erbaut werden: Das sind HGÜ-Trassen, aber auch Leitungen im Wechselstrom-Übertragungs- und Verteilnetz. Zurück zum Artikelanfang