Mit dem verbleibenden Öl läuft der Schiffsmotor wie geschmiert – und produziert Ökostrom, der dann in das Stromnetz eingespeist wird. „Zwischen 30 und 40 Prozent kommen aus privaten Haushalten, der Rest aus der Gastronomie”, zählt Geschäftsführer Callegari auf, der nicht ohne Stolz berichtet: „Wir haben 2011 rund 2.200 Tonnen Fett gesammelt!” 

Pro Jahr können so 5.000 Einwohner mit Strom und Wärmeenergie versorgt werden. Und das ist nicht alles, denn die für die Erzeugung von Ökostrom ungeeigneten Fette werden durch Vergärung zu Biogas umgewandelt. Zusammen mit der Wärme, die durch die Motorkühlung anfällt, wird so der anfallende Klärschlamm getrocknet und weiterverwendet.

 

 

 

 

Durch die thermische Trocknung erhält der Klärschlamm Trockengehalte von 85 bis 90 Prozent und kann dadurch in der Zement-Industrie als Ersatz-Brennstoff eingesetzt werden. Kein Wunder also, dass sich das Öli-Mehrweg-Sammelsystem seit seinem Start 1999 zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt hat. Heute betreiben über 1.650 Gemeinden in Deutschland, Österreich, Italien und sogar auf Malta die Verwertung im Kreislaufprinzip. 

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