Hilft die CO2-Bilanz von Autofahrern zu verbessern: Tanken mit "Blue Petroleum"
Ein weiterer Clou: Zur Produktion eines Barrels des „Blue Petroleum“ genannten Bio-Öls werden 2.168 kg klimaschädliches CO2 von den Algen absorbiert. So wird bereits bei der Ölproduktion ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Wird der gewonnene Rohstoff zu Benzin weiterverarbeitet, gelangen bei der Verbrennung des Kraftstoffs in einem Automotor nur noch 1.230 kg zurück in die Atmosphäre. So hilft „Blue Petroleum“ gleichzeitig dabei, das grüne Gewissen von Autofahrern ein wenig zu erleichtern und einen Teil des den Treibhauseffekt der Erde verursachenden „Klimagases“ CO2 unschädlich zu machen. Im Fall der BFS-Anlage in Alicante wird gereinigtes CO2-reiches Rauchgas einer nahen Zementfabrik in den Algencocktail eingespeist.
BFS will nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Alicante größere Schritte wagen. In der Nähe der Stadt Almeria plant das Unternehmen eine Anlage, die mit einer Größe von 600 Hektar eine industrielle Bio-Öl-Produktion ermöglichen würde. 200 erste Bio-Reaktoren sollen in den nächsten Monaten dort aufgebaut werden. Sobald dort Bio-Öl im großen Stil erzeugt wird, könnten auch die ersten Verbraucher davon profitieren. Bei der Nutzung des „Blue Petroleums“ in der Industrie ist man schon weiter: Im Auftrag eines Kraftwerksbetreibers auf der Insel Madeira wird bereits an einer Algen-Anlage gebaut, die das CO2 aus einem Kraftwerk in Porto Santo aufnehmen und so neutralisieren soll. Mit dem gewonnenen Bio-Öl soll dann wiederum das Kraftwerk betrieben werden – das sich so selbst erhalten würde.
Unter der Sonne Madeiras produziert bald die erste Algen-Anlage Öl für die industrielle Nutzung